9 kreative Wege Geld zu verdienen, damit noch mehr Zeit und Geld für deine Kunst bleibt

Du willst schnell Geld verdienen, damit du dich den Großteil des Tages nur das tun kannst was du liebst, deine Musik? Oder du brauchst einen kleinen Zuschuss um dir dein neues Gear kaufen zu können? Dann sind diese Nebenjobs etwas für dich. Die folgenden Jobs gehen schnell und bringen in kurzer Zeit einen beachtlichen Betrag ein, und noch dazu lernt man für den Beruf des Musikers dazu.
Ich weiß, es klingt teilweise zu gut um wahr zu sein, aber es gibt sehr wohl eine realistische Möglichkeit einen solchen Job zu erzielen. Wenn du jetzt trotzdem sagst: „das ist utopisch“, dann kann ich dich beruhigen, all diese Wege sind von mir selbst erprobt, und ich bin auch nur ein normaler Mensch. 😉

 

1.Werbung sprechen/singen

Die Werbung sucht permanent neue Sprecher, und de facto muss man kein ausgebildeter Sprecher oder Schauspielerin sein, um Werbung zu sprechen. Im Moment werden sogar „natürliche“ Stimmen gesucht, die authentisch klingen, und nicht zu „trainiert“ wirken. Um eine Chance auf so einen Job zu bekommen, schreibst du am besten die Tonstudios in deiner Stadt an, ob du auf ein „Sprechercasting“ (=Demos einsprechen) vorbeikommen kannst oder schickst selbstaufgenommene Demos mit guter Qualität hin. Und mit ein bisschen Glück und Talent bist du AnwärterIn eines lukrativen Nebenjobs.

 

2. Model für Maler oder Fotomodel für Fotografieschulen

Als Modell für Fotografin Ida Vickers

Die Volkshochschulen und Kunstunis beschäftigen (Akt-)modelle für ihre Malkurse. Es gibt einen fixen Stundenlohn und oft geht dann noch “der Hut durch“, sprich es wird Trinkgeld für die Modelle gesammelt. Auch diverse Fotoschulen suchen Fotomodelle, die nicht unbedingt gut aussehen müssen, sondern eher interessante Motive sind. Nicht nur ist das ein Job bei dem man nicht wirklich etwas können muss (außer still sitzen), es macht auch noch Spaß und man trifft nette Leute 🙂

 

 

3.) Stipendien und Preise

Das Kulturministerium schreibt immer wieder Stipendien, Preise und Förderungen für Musiker aus. Man kann sich auch individuelle Zuschüsse zu Recordings holen und hat zugang zu einer Vielzahl an anderen Förderungen, wenn man bei der AKM und Austromechana angemeldet ist.

 

4.) Straßenmusik

Straßenmusiker ist besonders im Sommer ein dankbarer Job. Mit einer Gitarre ist man schon dabei, wer es professioneller will, nimmt auch noch einen Verstärker und ein Mikrofon mit. Wenn du kein Instrument spielst, ist das auch kein Problem, nimm einfach dein Playback auf deinem Handy mit und performe drauflos. Es geht wirklich nur um deine Darbietung und deine Energie. Der Verdienst ist je nach Passantenrate natürlich unterschiedlich, und für viele frequentiertere Orte muss man sich vorher eine Genehmigung einholen. Diese sogenannten Platzkarten kosten aber weniger als 7 Euro pro Tag und sind es durchaus wert, denn 40 Euro pro Stunde sind am richtigen Ort schon realistisch. Und wenn du schon dabei bist, kannst du auch gleich deine CD dort verkaufen. Info über Platzkarten gibts hier.

 

5.) Gigs gegen Spenden

Ich bei einem Konzert gegen eine freie Spende

Wenn du ein unbekannter Musiker bist, ist es eher schwer Eintritt für deine Konzerte zu verlangen, aber es gibt eine andere Möglichkeit an deinen verdienten Lohn zu kommen: In manchen Lokalen darf man gratis und gegen Spenden spielen (z.b. diverse Wiener Gürtellokale, wie das Cafe Concerto). Um solche Lokale zu finden, muss man sich einfach trauen durchzufragen. Fang bei dem an, in dem du am liebsten spielen würdest und frag einfach. Ein wichtiger Tipp noch: Umso weniger Musiker daran beteiligt sind, desto mehr Geld bleibt dir.

 

6.) Auf Hochzeiten/Feiern musizieren/malen/zaubern

Nichts bringt einem Sänger oder Musiker sicherer Geld wie Gigs auf Hochzeiten. Sei es bei der Trauungszeremonie, oder bei der Feier selbst, für gute Musik an ihrem großen Tag geben Brautpaare gerne Geld aus, und ist man erstmal etabliert, kann man regelmäßige Jobs erwarten. Eine gute Möglichkeit sich zu etablieren sind eine eigene Website mit Gesangsproben oder die Kooperation mit einem Hochzeitsfotografen oder Wedding Planner, der dich gleich mal weiterempfehlen kann.

 

7.) Kellnern

So unspektakulär das jetzt auch klingt, es gibt kaum einen Nebenjob, der schneller regelmäßig so viel Geld einbringt wie Kellnern. Im Speziellen in Bars und Pubs ist der Stundenlohn gut und man kann mit ein wenig Charisma die Trinkgelder zum sprudeln bringen. Das Beste daran: man kann sich mit den Gästen unterhalten und oft ist der ein oder andere Mensch dabei, der zu einem unverhofften Musiker-Jobs verhilft. Davon konnte ich während meiner Studienzeit ein Lied singen. 😉

 

8.) Statisten in Filmproduktionen

Diese Art von Jobs wird oft von Filmproduktionen selbst ausgeschrieben, von Modelagenturen vermittelt und ist auch auf Unijobs.at zu finden. Gesucht werden meist Darsteller für Filmproduktionen, Musikvideos oder der Werbung. Keine Sorge, es sind keine Sprechrollen und meist steht man nur im Hintergrund herum. Oft erwischt man aber auch Einzelshootings, die sich dann natürlich ganz gut im Portfolio machen. Es ist auf alle Fälle ein Riesenspaß, es gibt ein Catering, man wird geschminkt und eingekleidet und bekommt einen Einblick in die Filmbranche. Gage ist unterschiedlich aber meist nicht enorm hoch: ab 45 Euro pro Drehtag für Komparsen, kann aber bis ca. 100/150 Euro für einen halben Drehtag (3-5 Stunden) schon drin sein. Und wer weiß, vielleicht wirst du dabei auch als Star entdeckt?

 

9.) Mach etwas, das dir was bringt

Natürlich wärst du gerne professioneller Musiker/Sängerin und würdest gerne bezahlt werden um deine Songs zu recorden und durch dein Musikvideo zu springen. Aber noch ist es offenbar nicht so weit. Ich verstehe vollkommen, dass du auch gerade deswegen keine Zeit verlieren, und noch mehr Zeit in deine Musik stecken willst. Allerdings gibt es einen sehr guten Kompromiss: mach etwas, das so nah wie möglich an dem ist, was du sein willst, wo du schon die richtigen Leute triffst oder Zugriff zu praktischen Ressourcen hast.

Einige Ideen:

– Unterrichte dein Instrument, gib Gitarren/Bass/Schlagzeug/Trompete-Unterricht,

– hilf anderen bei der Proberaum-Vermietung und frag ob du sie gratis/günstiger nutzen kannst

– Bewirb dich in einem Musikgeschäft, arbeite in einem Theater, assistiere Fotografen…

Es gibt hier zu viele Möglichkeiten, um sie alle zu nennen. Ich habe zum Beispiel in einem Tanzstudio gearbeitet und wurde dann gefragt ob ich dort nicht Pole Dance Stunden gegeben will und später kam ich auf die Idee in einem Tonstudio zu arbeiten, wo ich nicht nur Erfahrung im Sprechen sammeln konnte, sondern auch lernte worauf es bei guter Tontechnik und guten Studiosängern ankommt. Natürlich ist das kein Job auf ewig. Sei kreativ bei und wähl die Jobs nach deinen Bedürfnissen auswählen. Behalt dein eigenes Ziel im Fokus.

 

Titel-Foto: Through the Haze Photography, Julian Haas <3

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