Bühnenpräsenz verbessern: 3 Tipps vom Performance Coach

3 Tipps für die bessere Bühnen-Performance vom Coach

Am Wochenende hatten die StimmWunder ihren wichtigen Performance Workshop.

Es ist immer gleich der zweite Workshop in der Ausbildung, weil ich von vornherein will, dass die angehenden Sängerinnen wissen, was sie mit sich anstellen sollen auf der Bühne und das entspannt tun können. Es geht um das Herausgehen aus der Komfortzone und um Identität.

Wer seine Bühnenpräsenz verbessern möchte, merkt schnell, dass eine starke Performance weit mehr ist als eine gute Stimme oder eine perfekte Gesangstechnik. Es geht darum, Menschen zu berühren, Emotionen zu transportieren und den Raum mit der eigenen Persönlichkeit zu füllen.

Dieses Mal war Performer und bildender Künstler Frederik Marroquin mit dabei und hat mit den StimmWundern an Präsenz gearbeitet. Er hat ihnen auch drei tolle Tipps mitgegeben, die jeder Künstler beim Performance-Training wissen sollte.

Warum eine starke Bühnenpräsenz für Sänger so wichtig ist

Viele Menschen investieren viel Zeit in Gesangsunterricht, Stimmtraining oder Atemtechnik. Das ist wichtig und wertvoll. Doch irgendwann kommt der Moment, an dem die Technik allein nicht mehr ausreicht.

Das Publikum erinnert sich selten nur an einzelne Töne. Menschen erinnern sich vor allem daran, wie sie sich während einer Performance gefühlt haben.

Deshalb möchten viele Sänger ihre Bühnenpräsenz verbessern. Sie möchten lernen, nicht nur zu singen, sondern auch zu wirken.

Eine überzeugende Bühnenperformance entsteht dann, wenn Stimme, Körpersprache, Ausstrahlung und Persönlichkeit miteinander harmonieren.

Die Bühne als Ort der Begegnung

Auf der Bühne geht es nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, eine Verbindung zum Publikum aufzubauen.

Wer seine Bühnenpräsenz verbessern möchte, darf lernen, sich sichtbar zu machen. Das bedeutet oft auch, Unsicherheiten zuzulassen und trotzdem präsent zu bleiben.

Genau darum ging es im Workshop mit Frederik Marroquin.

Tipp 1: Erlaube dir zu experimentieren

Frederiks erster Tipp lautete:

Es muss sich nicht immer alles gleich authentisch anfühlen, denn zuerst kommt der Expand-Modus (experimentieren, ausprobieren, weite Kreise ziehen), und danach erst der Fokus auf: Was will ich davon behalten? Was nehme ich in mein Repertoire auf?

Wachstum entsteht durch Ausprobieren

Viele Künstler blockieren sich selbst, weil sie glauben, sofort ihren Stil finden zu müssen.

Doch wer seine Bühnenpräsenz verbessern möchte, darf zunächst neugierig sein.

Neue Bewegungen ausprobieren.

Neue Ausdrucksformen testen.

Neue Rollen einnehmen.

Neue Emotionen erforschen.

Nicht alles wird bleiben. Aber genau durch dieses Experimentieren entsteht Entwicklung.

Besonders Sängerinnen und Sänger profitieren davon, wenn sie sich erlauben, verschiedene Facetten ihrer Persönlichkeit auf der Bühne kennenzulernen.

Warum Authentizität nicht immer sofort entsteht

Authentizität wird häufig missverstanden. Viele Menschen glauben, alles müsse sich sofort richtig anfühlen.

In Wahrheit entsteht Authentizität oft erst nach vielen Versuchen.

Wer seine Bühnenpräsenz verbessern möchte, darf deshalb zunächst Erfahrungen sammeln. Erst danach wird sichtbar, welche Elemente wirklich zur eigenen Persönlichkeit passen.

Tipp 2: Lerne, dich führen zu lassen

Der zweite Tipp von Frederik war überraschend einfach:

Das „sich-leiten-lassen-können“ ist eine unterschätzte Qualität. Wer einen Weg vorangeht, hat meistens schon mal bei einer anderen Person gut zugeschaut.

Von Vorbildern lernen

Gerade in der Welt von Gesang, Performance und Bühne wird Individualität großgeschrieben. Gleichzeitig lernen wir jedoch fast alles zunächst durch Beobachtung.

Wir beobachten Lehrer.

Wir beobachten Künstler.

Wir beobachten Menschen, die bereits dort sind, wo wir hinmöchten.

Wer seine Bühnenpräsenz verbessern möchte, muss nicht alles alleine herausfinden.

Es kann unglaublich wertvoll sein, von erfahrenen Coaches, Performern oder Künstlern zu lernen.

Offenheit als Erfolgsfaktor

Viele Menschen möchten sofort ihren eigenen Weg gehen. Doch oft beschleunigt sich die Entwicklung, wenn man bereit ist, zunächst von anderen zu lernen.

Das bedeutet nicht, jemanden zu kopieren.

Es bedeutet, Inspiration anzunehmen und daraus etwas Eigenes zu entwickeln.

Wer seine Bühnenpräsenz verbessern möchte, profitiert von dieser Offenheit enorm.

Tipp 3: Mache einen Selbst-Check auf der Bühne

Der dritte Tipp beschäftigt sich mit einem Bereich, den viele Künstler unterschätzen.

Zwischendurch-Selbst-Check auf der Bühne: Wo ist meine Position im Verhältnis zum Raum und wie stehe, sitze oder bewege ich mich? Ist das ästhetisch?

Frederik empfiehlt dabei zwei spannende Vergleiche.

Vergleich 1: Die Bühne als Gemälde

Stell dir die Bühne inklusive Band und Sänger als Gesamtkomposition vor.

Wie wirkt das Bild von außen?

Wo entsteht Spannung?

Wo entsteht Harmonie?

Wer seine Bühnenpräsenz verbessern möchte, sollte lernen, die Bühne nicht nur aus der eigenen Perspektive wahrzunehmen, sondern auch aus Sicht des Publikums.

Vergleich 2: Du bist die Skulptur

Stell dir dich selbst als Skulptur vor.

Jede Bewegung erzeugt eine neue Pose.

Jeder Schritt verändert die Wirkung.

Jede Haltung sendet eine Botschaft.

Und dann die entscheidende Frage:

Gefällt mir das?

Dieser Perspektivwechsel kann erstaunlich viel verändern.

Wer seine Bühnenpräsenz verbessern möchte, entwickelt dadurch ein stärkeres Bewusstsein für Körpersprache und Ausdruck.

Performance ist mehr als nur der Song

Spiel dich mit diesen Übungen und werde wirklich kreativ damit, denn die Performance ist mehr als nur der Song.

Schlussendlich möchtest du, dass das Publikum ergriffen ist und deine Performance mitlebt.

Genau hier liegt der Unterschied zwischen einem guten Auftritt und einem unvergesslichen Auftritt.

Emotion schlägt Perfektion

Viele Sänger konzentrieren sich ausschließlich auf die richtigen Töne.

Doch Menschen erinnern sich oft stärker an Emotionen als an technische Perfektion.

Wer seine Bühnenpräsenz verbessern möchte, darf deshalb lernen, Emotionen sichtbar zu machen.

Das geschieht über:

  • Körpersprache
  • Blickkontakt
  • Bewegungen
  • Präsenz
  • Authentizität

Identität auf der Bühne entwickeln

Im Workshop ging es nicht nur um Performance-Techniken.

Es ging auch um Identität.

Wer bin ich auf der Bühne?

Was möchte ich ausdrücken?

Welche Geschichte möchte ich erzählen?

Diese Fragen sind entscheidend für Künstler, die ihre Bühnenpräsenz verbessern möchten.

Denn eine starke Bühnenpersönlichkeit entsteht nicht durch Zufall. Sie entsteht durch bewusste Entwicklung.

Warum Bühnenpräsenz auch für Sprecher wichtig ist

Die Inhalte des Workshops sind nicht nur für Sänger relevant.

Auch Menschen, die präsentieren, Vorträge halten, Podcasts aufnehmen oder vor Gruppen sprechen, können davon profitieren.

Wer vor Menschen steht, möchte Aufmerksamkeit erzeugen.

Wer vor Menschen spricht, möchte Vertrauen aufbauen.

Wer vor Menschen singt, möchte Emotionen wecken.

Deshalb ist Bühnenpräsenz ein Thema, das weit über die Musik hinausgeht.

Viele der Prinzipien lassen sich auf jede Form von Auftritt übertragen.

Fazit: Bühnenpräsenz verbessern beginnt mit Mut

Die drei Tipps von Frederik Marroquin zeigen, dass eine starke Performance nicht nur aus Technik besteht.

Experimentieren.

Sich führen lassen.

Die eigene Wirkung bewusst wahrnehmen.

Diese Fähigkeiten helfen Künstlern dabei, über sich hinauszuwachsen.

Wer seine Bühnenpräsenz verbessern möchte, darf lernen, die Komfortzone zu verlassen und neue Seiten an sich zu entdecken. Genau darum ging es auch im Performance Workshop der StimmWunder.

Danke an alle StimmWunder, die so unvoreingenommen jede Verrücktheit bei StimmWunder mitmachen.

xxx Nives und Frederik

Über Nives Farrier

Sprechtechnik, NLP, Rhethoriktraining, Mentaltraining, Persönlichkeitsentwicklung, Präsentationstraining, Stimmtraining, Lebens- und Sozialberatung, StimmWunder, Nives FarrierNives ist die Gründerin von StimmWunder, Sängerin und SprecherIn. Sie ist Vocal Coach, NLP- und Mentaltrainerin, psychosoziale Beraterin, Doktorandin der Erziehungswissenschaft an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien und Leiterin der StimmWunder-Ausbildungen. Sie verbindet Persönlichkeitsentwicklung und Stimmtraining. Sie zeigt Dir, wie Du gezielt mit Deiner Stimme umgehst, und eine beeindruckendere, echtere, gefühlvollere, gesunde Stimme trainierst und Dich dabei leichter fühlst als je zuvor. Wer wirklich stimmliche Authentizität und Vielfalt lernen will, ist hier richtig.

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